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3 Etappe 3 von 4 · KI-Expert*innen

Die Schutzlinien setzen —
Von der KI-Idee zur verantwortbaren Arbeitslösung

In Etappe 2 hast du deinen KI-Arbeitsplan gebaut. Jetzt ziehst du die Schutzlinien: klare Grenzen, welche Daten und Quellen die KI sehen darf, was sie tun darf — und wer die Kontrolle behält. Mit fünf Schutzfragen schätzt du eine KI-Idee ein und hältst sie in einem KI-Lösungs-Steckbrief fest.

scheduleDauer: ca. 3 Wochen 1 Video (~25 Min.) Dein KI-Lösungs-Steckbrief

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Kernbotschaft

«Eine KI-Lösung ist nicht zuverlässig, weil sie im Normalfall funktioniert — sondern weil Daten, Quellen, Rechte und Kontrollpunkte von Anfang an bewusst festgelegt sind.»

Das kannst du nach dieser Etappe:

Du schätzt eine KI-Idee mit fünf Schutzfragen ein

Brauchen wir das? · Was darf sie sehen? · glauben? · tun? · Wer hält die Kontrolle?

Du begrenzt Daten und Quellen bewusst

Datenminimierung und eine klare Quellenordnung — nur, was die Lösung wirklich braucht.

Du unterscheidest den Handlungsspielraum

Lesen · Vorschlagen · Vorbereiten · Auslösen — und setzt Kontrollpunkte, Testfälle & Zuständigkeiten.

Du bereitest einen KI-Lösungs-Steckbrief vor

Das Werkzeug, das deine Idee verantwortbar und nachvollziehbar macht.

Übrigens: Die Schutzlinien bauen auf der KI-Ampel (Grün/Gelb/Rot) auf — diese gilt weiterhin vor jeder Eingabe. Neu kommt die Frage dazu, was dauerhaft bereitliegen darf, wenn eine Aufgabe regelmässig wiederkehrt.


Jede Etappe besteht aus drei Schritten. Hier siehst du, was dich erwartet.

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So funktioniert dein Fortschritt

Nach jedem Schritt — Lernimpuls, Gruppentreffen und Einzelauftrag — setzt du unten ein Häkchen. Sind alle drei gesetzt, kommst du zur letzten Etappe weiter. Am Ende des Pfads erhältst du dein Abschluss-Zertifikat.


In diesem Schritt schaust du dir das Lernvideo an (ca. 25 Minuten). Es führt dich durch die fünf Schutzfragen und zeigt, wie daraus ein KI-Lösungs-Steckbrief entsteht. Schau das Video alleine an, bevor ihr euch als Lerngruppe trefft.

Dein Lernvideo

Klicke auf «Abspielen» und schau dir das Video in Ruhe an. Du kannst jederzeit pausieren, zurückspulen oder das Tempo anpassen.

Video abspielen

Übersicht Lerninhalt

Die Themen aus dem Lernimpuls als Übersicht zum Nachschlagen. Klicke auf einen Bereich, um ihn aufzuklappen.

menu_bookAlle Themen anzeigen7 Abschnitteexpand_more
Inhalt Lernimpuls (ca. 25 Min.)
00:00

Einleitung — worum es heute geht

00:47

Was sind Schutzlinien?

02:53

Die KI-Ampel als Grundlage

06:15

Einzelner Chat vs. dauerhafte KI-Arbeitslösung

08:59

Die fünf Schutzfragen im Überblick

09:12

Schutzfrage 1–3 — brauchen · sehen · glauben

14:29

Schutzfrage 4–5 — tun · Kontrolle

17:00

Stresstest — nicht nur den Normalfall

22:00

Das nimmst du mit + Ausblick auf Etappe 4

Hinweis: Die Zeitangaben sind ungefähre Richtwerte.

1. Was sind Schutzlinien?

Schutzlinien sind klare Grenzen für eine KI-Lösung: welche Daten die KI sehen darf, welche Quellen sie nutzen darf, was sie tun darf und wer die Kontrolle behält. Sie sorgen dafür, dass aus einer guten Idee eine verantwortbare Arbeitslösung wird.

2. Die KI-Ampel als Grundlage

Vor jeder Eingabe gilt weiterhin die KI-Ampel (Grün/Gelb/Rot): Steckt etwas Sensibles drin? Ist es intern? Die Ampel ist keine juristische Prüfung, sondern dein schneller Reflex. Für eine wiederkehrende Lösung reicht sie nicht mehr allein — dann kommen die fünf Schutzfragen dazu.

3. Einzelner Chat vs. dauerhafte Arbeitslösung

Bei einem einzelnen Chat liegt die Verantwortung sehr sichtbar bei dir. Sobald Quellen, Regeln und Kontexte dauerhaft bereitliegen (z. B. ein kleiner Prozess-Assistent), musst du zusätzlich klären: Welche Quellen dürfen dauerhaft verfügbar sein — und wer pflegt sie? Genau das fragt der Steckbrief ab.

4. Die fünf Schutzfragen

Für jede wiederkehrende KI-Arbeitslösung helfen dir fünf Schutzfragen:

1

Brauchen wir das wirklich? — Welche Daten und Quellen braucht die Lösung tatsächlich, und kehren die Fragen wirklich regelmässig wieder?

2

Was darf die KI sehen? — Datenminimierung: nur die nötigen Daten, nicht der ganze Bestand.

3

Was darf die KI glauben? — Eine klare Quellenordnung: welche Quellen verbindlich sind und wer fachlich für sie zuständig ist.

4

Was darf die KI tun? — Handlungsspielraum: Lesen · Vorschlagen · Vorbereiten · Auslösen. Je weiter rechts, desto mehr Kontrolle braucht es.

5

Wer hält die Kontrolle? — Wer aktualisiert Quellen und Regeln und verantwortet Fehler und Anpassungen?

5. Der KI-Lösungs-Steckbrief

Der Steckbrief ist dein konkretes Werkzeug: Er hält Aufgabenfamilie & Nutzen, die erlaubten Daten und Quellen, den Handlungsspielraum, die Kontrollpunkte und die Zuständigkeiten an einem Ort fest — so wird die Idee nachvollziehbar und verantwortbar.

6. Stresstest — nicht nur den Normalfall

Eine KI-Lösung ist nicht zuverlässig, weil sie im Normalfall funktioniert. Teste sie an vier Fällen:

Normalfall

Alle Infos vorhanden.

Lückenfall

Eine wichtige Info fehlt.

Widerspruchsfall

Zwei Quellen widersprechen sich.

Angriffs-/Sprung-Fall

Jemand will die KI mehr tun lassen, als erlaubt ist.

7. Das nimmst du mit + Ausblick
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Merksatz

Erst die Schutzlinien — dann die KI-Lösung. Verantwortung wird sichtbar gemacht, nicht vorausgesetzt.

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Ausblick auf Etappe 4 «Assistenten & Team-Standard»: Du machst aus deinem geprüften Steckbrief einen echten Varios-Assistenten und einen Team-Standard — robust für viele.


Wichtig: Schau zuerst den Lernimpuls (Video) an, bevor ihr euch trefft. Beim Gruppentreffen baut ihr in der «Steckbrief-Konferenz» gemeinsam einen KI-Lösungs-Steckbrief und prüft ihn im Stresstest. Ihr arbeitet das Lerndossier «Die Schutzlinien setzen» durch.

So läuft euer Gruppentreffen ab

schedule45 Min.
1

Einstieg: Ampel- und Schutzlinien-Blitz · 5 Min.

Kurz aktivieren: KI-Ampel auffrischen und die fünf Schutzfragen anreissen.

2

Aufgabe 1: Die Schutzlücken-Jagd · 8 Min.

An Beispielen findet ihr heraus: Welche Schutzfrage fehlt — und was kann ohne sie schiefgehen?

3

Aufgabe 2: Die Steckbrief-Konferenz · 20 Min.

Das Herzstück: Ihr baut gemeinsam einen KI-Lösungs-Steckbrief — Feld für Feld bewusst entscheiden statt schnell abhaken.

4

Aufgabe 3 & Reflexion · 12 Min.

Schutzlinien-Stresstest (Normal-, Lücken-, Widerspruchs-, Angriffsfall) — danach ordnet ihr das Erlebte ein.

Was ihr für das Treffen braucht

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Einen Laptop oder Computer — für jede Person einen

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Zugang zu Varios open_in_new — Anmeldung mit eurem Uster-Login.

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Das ausgedruckte Lerndossier — oder digital auf dem Bildschirm

Unterlagen für das Gruppentreffen

Ladet euch das Lerndossier herunter und druckt es aus (oder öffnet es auf dem Laptop). Es enthält die Steckbrief-Vorlage, alle Aufgaben und Platz für eure Notizen.


Dein Einzelauftrag bis zum nächsten Treffen: Mein eigener KI-Lösungs-Steckbrief. Wähle eine wiederkehrende, harmlose und anonymisierte (oder abstrahierte) KI-Idee — ideal eine Aufgabe, für die du schon einen KI-Arbeitsplan hast. Lege im KI-Arbeitsordner eine Datei KI-Lösungs-Steckbrief.md an.

Basis ist der Mindestauftrag — Vertieft und Challenge sind freiwillige Erweiterungen.

Basis

Meine Idee klar begrenzen

Daten · Handlungsspielraum · Kontrollpunkte

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Beschreibe deine KI-Idee als Steckbrief und ziehe die Schutzlinien.

Worauf du achtest

  • Aufgabenfamilie und Nutzen in zwei bis drei Sätzen.
  • Welche Daten und Quellen die KI sehen darf — und welche draussen bleiben.
  • Was die KI tun darf und was nicht (Lesen · Vorschlagen · Vorbereiten · Auslösen).
  • Mindestens zwei menschliche Kontrollpunkte.
  • Einsatzform entscheiden: persönlicher Workflow, Lernraum, gezielte Klärung oder Pilotvorbereitung?
Vertieft

Meine Idee testen

Vier Testfälle definieren

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Mach deinen Steckbrief belastbar: Ergänze vier Testfälle und halte pro Fall fest, was passieren soll.

Worauf du achtest

  • Vier Fälle: Normalfall · Lückenfall · Widerspruchsfall · Angriffs- oder Handlungssprung-Fall.
  • Notiere je: Was soll die KI tun? Was nicht? Wo muss sie stoppen? Wer prüft oder entscheidet?
Challenge

Verantwortung sichtbar machen

Gegenlesen · gemeinsam prüfen

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Hol dir eine zweite Perspektive: Bitte eine fachlich nahestehende Person, deinen Steckbrief gegenzulesen, und prüft gemeinsam die heiklen Punkte.

Worauf du achtest

  • Sind die Daten wirklich nötig? Sind die Quellen aktuell und klar zugeordnet?
  • Ist der Handlungsspielraum zu gross? Fehlt ein Stoppschild?
  • Ist klar, wer Quellen, Regeln und Fehler verantwortet — und welche Stelle vor einem Pilot einzubeziehen wäre?
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Lieber wenige Felder bewusst entscheiden als viele schnell abhaken. Speichere deinen Steckbrief im KI-Arbeitsordner — so kannst du ihn beim nächsten Treffen besprechen.

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Datenschutz beachten

Arbeite nur mit harmlosen, anonymisierten oder abstrahierten Ideen — keine echten Personendaten. Die ausführliche Datenschutz-Ampel findest du auch unter Datenschutz-Hinweis.


Weiterführende Materialien Optional

Hier findest du die fünf Schutzfragen und die Felder des KI-Lösungs-Steckbriefs zum Nachschlagen — plus den Zugang zu Varios und dem Datenschutz-Hinweis.

Die fünf Schutzfragen

1 · Brauchen wir das wirklich? — Bedarf & Umfang

2 · Was darf die KI sehen? — Daten (Datenminimierung)

3 · Was darf die KI glauben? — Quellenordnung

4 · Was darf die KI tun? — Handlungsspielraum

5 · Wer hält die Kontrolle? — Zuständigkeiten

KI-Lösungs-Steckbrief — die Felder

· Aufgabenfamilie & Nutzen

· Erlaubte Daten & Quellen

· Was die KI tun darf / nicht darf

· Kontrollpunkte (mind. 2)

· Testfälle (Normal/Lücke/Widerspruch/Angriff)

· Zuständigkeit & Einsatzform

Etappe abschliessen

Damit du zur nächsten Etappe weitergehst, müssen die drei Schritte — Lernimpuls, Gruppentreffen und Einzelauftrag — jeweils einzeln abgehakt sein. Klicke auf das Kästchen, sobald du den Schritt erledigt hast.

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Wichtig fürs Zertifikat: Am Ende des Pfades wird das Zertifikat nur ausgestellt, wenn du alle Etappen sauber abgeschlossen hast — in jeder Etappe müssen alle drei Häkchen gesetzt sein.

check_circleDownload erfolgreichDu findest die Unterlage in deinem Download-Ordner.
Etappe 3 von 4
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